Du betrachtest gerade Was kostet ein Makler? Provision, Aufteilung und was Sie dafür bekommen

Was kostet ein Makler? Provision, Aufteilung und was Sie dafür bekommen

Die Maklerprovision ist einer der meistdiskutierten Posten beim Immobilienkauf und -verkauf – und einer der am häufigsten missverstandenen. Hier die Fakten: wie hoch die Provision üblicherweise ist, wer sie seit der Gesetzesreform zahlt und welche Leistungen dahinterstehen.

Wie hoch ist die Maklerprovision?

Die Provision ist in Deutschland nicht gesetzlich festgelegt, sondern Verhandlungssache. Üblich sind – je nach Region – insgesamt etwa 5 bis 7 Prozent des Kaufpreises inklusive Mehrwertsteuer, die zwischen den Parteien aufgeteilt werden. In Bayern haben sich in der Praxis häufig 3,57 % inkl. MwSt. pro Seite etabliert.

Wichtig: Die Provision fällt nur im Erfolgsfall an. Kommt kein notarieller Kaufvertrag zustande, entstehen für Eigentümer in der Regel keine Kosten – Bewertung, Beratung und Exposé-Erstellung sind bei seriösen Maklern für Verkäufer kostenfrei.

Wer zahlt die Provision – Käufer oder Verkäufer?

Seit Dezember 2020 gilt beim Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern an Verbraucher das Prinzip der Provisionsteilung: Beauftragt der Verkäufer den Makler, darf der Käufer höchstens den gleichen Anteil zahlen wie der Verkäufer. Die früher in manchen Regionen übliche reine Käuferprovision ist damit in diesen Fällen nicht mehr zulässig.

Für Sie als Eigentümer heißt das: Sie tragen einen Teil der Provision selbst – und sollten dafür genau hinschauen, welche Leistung Sie bekommen.

Was bekommen Sie für die Provision?

Ein professioneller Makler übernimmt weit mehr als "Anzeige schalten und Türen aufschließen":

  • Marktwertermittlung anhand realer Vergleichsverkäufe – die Grundlage für den richtigen Erstpreis
  • Unterlagenbeschaffung: Grundbuchauszug, Flurkarte, Energieausweis, Wohnflächenberechnung
  • Professionelle Vermarktung: Fotos, Exposé, Portale, Vormerkliste – oder auf Wunsch diskret ohne Inserat
  • Interessentenprüfung inklusive Finanzierungsnachweis, damit nur ernsthafte Käufer besichtigen
  • Verhandlungsführung und Abwicklung bis zum Notartermin und zur Übergabe

Der eigentliche Gegenwert liegt im Ergebnis: Ein Makler mit Ortskenntnis erzielt durch richtige Preisstrategie und Käuferauswahl im Regelfall einen Abschlusspreis, der die Provision überkompensiert – und reduziert nebenbei Ihr rechtliches Risiko und Ihren Zeitaufwand erheblich.

Kann man die Provision verhandeln?

Ja, grundsätzlich. Entscheidend sollte aber nicht der billigste Satz sein, sondern das Verhältnis von Leistung und Ergebnis. Ein Nachlass von 0,5 Prozentpunkten ist schnell wertlos, wenn das Objekt dafür mit schwachem Exposé und falschem Preis vermarktet wird.

Fazit

Die Maklerprovision ist transparent geregelt: erfolgsabhängig, üblicherweise geteilt, in Bayern meist 3,57 % inkl. MwSt. pro Seite. Bewertet werden sollte sie an dem, was sie einbringt – Preis, Sicherheit und Zeitersparnis. Wenn Sie wissen möchten, was Ihre Immobilie im Blauen Land wert ist: Die Erstberatung und Werteinschätzung sind bei uns kostenlos und unverbindlich.