Immobilien-ABC

Schutz für bewegliches Eigentum – was die Hausratsversicherung leistet und worauf Sie achten sollten

Die Hausratsversicherung ist eine Sachversicherung, die das gesamte bewegliche Eigentum eines Haushalts gegen Schäden durch klar definierte Gefahren absichert. Sie deckt Möbel, Elektrogeräte, Kleidung, Schmuck und persönliche Gegenstände ab – und zwar auf Basis des Neuwerts, sodass beschädigte oder gestohlene Gegenstände ohne Altersabzug neu angeschafft werden können. Obwohl der Abschluss freiwillig ist, gilt sie als eine der sinnvollsten Versicherungen für Privatpersonen.

Was die Versicherung abdeckt

Der Kernschutz einer Hausratsversicherung umfasst typischerweise fünf Gefahrengruppen: Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser, Sturm und Hagel sowie Vandalismus nach einem Einbruch. Im Fall von Feuer sind nicht nur direkte Brandschäden versichert, sondern auch Folgeschäden durch Rauch, Ruß und Löschwasser sowie Überspannungsschäden an Elektrogeräten nach einem Blitzeinschlag. Einbruchdiebstahl setzt grundsätzlich gewaltsames Eindringen in einen verschlossenen Raum voraus – eine polizeiliche Anzeige ist in solchen Fällen Pflicht. Leitungswasserschäden entstehen etwa durch Rohrbrüche oder defekte Haushaltsgeräte; Überschwemmungen durch Starkregen sind hingegen nur mit einer gesonderten Elementarschadenversicherung gedeckt.

Versicherungssumme richtig kalkulieren

Die Versicherungssumme sollte dem tatsächlichen Wiederbeschaffungswert des gesamten Hausrats entsprechen. Als Orientierungsgröße wird häufig ein Pauschalbetrag je Quadratmeter Wohnfläche herangezogen, der einen Unterversicherungsverzicht ermöglicht. Wer zu niedrig versichert ist, muss im Schadensfall mit einer anteiligen Kürzung der Entschädigungsleistung rechnen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen Wertgegenstände: Bargeld, Schmuck und Kunstgegenstände unterliegen vertraglichen Höchstgrenzen. Eine Erhöhung dieser Sublimits ist in der Regel gegen Mehrprämie möglich. Gerade in Regionen mit hohem Kaufpreisniveau wie dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen, wo Zweitwohnungen oft aufwendig eingerichtet sind und hochwertige Ausstattung zum Standard gehört, lohnt sich eine sorgfältige Bestandsaufnahme des Hausrats. Fotos, Kaufbelege und eine strukturierte Inventarliste erleichtern im Schadensfall die Regulierung erheblich.

Leistungen bei einem Schadensfall

Tritt ein versichertes Ereignis ein, übernimmt die Versicherung neben den Wiederbeschaffungskosten auch Aufräum- und Entsorgungsarbeiten sowie – bei vorübergehender Unbewohnbarkeit der Wohnung – anfallende Unterbringungskosten. Nach einem Einbruch werden außerdem Schlossänderungskosten erstattet. Voraussetzung für eine reibungslose Schadensabwicklung ist die unverzügliche Meldung beim Versicherer, eine vollständige Dokumentation des Schadens sowie bei Diebstahl eine Stehlgutliste für die Ermittlungsbehörden.

Zusatzbausteine sinnvoll nutzen

Der Grundschutz lässt sich durch verschiedene Klauseln bedarfsgerecht erweitern. Besonders relevant ist die Elementarschadenversicherung, die Schutz vor Überschwemmung, Erdrutsch und ähnlichen Naturgefahren bietet – ein Aspekt, der angesichts der zunehmenden Wetterextreme auch im Voralpenraum an Bedeutung gewinnt. Weitere verbreitete Bausteine sind die Fahrraddiebstahlklausel, die Glasbruchversicherung sowie die Außenversicherung, die Hausrat auch außerhalb der eigenen vier Wände absichert. Wer zudem in mechanische Einbruchsicherungen und Rauchmelder investiert, reduziert nicht nur das Schadensrisiko, sondern kann unter Umständen auch die Versicherungsprämie senken.

Kostenlose Marktpreisanalyse

Was ist Ihre Immobilie wert?

In wenigen Minuten online, unverbindlich und kostenfrei.

Jetzt Wert ermitteln →
Ihr direkter Draht

Fragen zu Ihrer Immobilie?

Kostenlose Ersteinschätzung, persönliche Beratung, diskrete Abwicklung.